VOM KOCH ZUM HEIMKOCH

Heimkoch

Küchenchef von Haus St. Elisabeth absolviert Lehrgang mit Bravur

Wunsiedel, 19.02.2014. Ein leckerer Sonntagsbraten, eine knusprige Haxe oder Rostbratwürste mit Sauerkraut… Bei dem Gedanken an diese oder auch andere Lieblingsspeisen läuft jedem von uns – altersunabhängig – das Wasser im Munde zusammen. Doch was passiert, wenn im Alter vielleicht die Zähne nicht mehr mitmachen wollen oder man von Schluckbeschwerden geplagt wird? Bedeutet das dann das Aus für‘s Schlemmen?
Nicht im Haus St. Elisabeth - Zentrum für Wohnen und Pflege in Wunsiedel. Hier regiert seit zwei Jahren Jens Bolze über die Küche. Mit Stolz blickt der siebenunddreißigjährige Küchenchef auf sein neu erworbenes Abschlusszertifikat, das ihn nun, nach einjähriger berufsbegleitender Ausbildung, als ihk-zertifizierten Heimkoch ausweist. „Die Ausbildung bei Markus Biedermann, der wie kein anderer für innovative und kreative Heimküche steht, war mir eine Herzensangelegenheit“ so Jens Bolze „denn der positive Nebeneffekt für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, die gerne zu den Mahlzeiten in die gemeinschaftlichen Speiseräume kommen, besteht darin, noch mehr Kontakte zu anderen zu knüpfen. Dies trägt erheblich zur Lebensqualität unserer Bewohnerinnen und Bewohner bei.“ Gerade dieser Gedanke bewegte Jens Bolze dazu, den Schwerpunkt seiner Abschlussarbeit auf die Erarbeitung eines Konzeptes zu legen, das zu einer weiteren Optimierung und Erweiterung des aktuellen Speiseangebotes beiträgt. Die Arbeit trägt den Titel „Das Auge isst mit – Zubereitung geschmackvoller Gerichte für Bewohner mit Kau- und Schluckstörungen“.
Im Haus St. Elisabeth gilt die Küche nicht als reine Verpflegungsabteilung; vielmehr stellt sie eine der tragenden Säulen der Einrichtung dar. Der gute Austausch zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern und Küche ist im Rahmen der Zusatzausbildung des Küchenchefs noch intensiver geworden.
Jens Bolze strahlt über das ganze Gesicht ob des vielen positiven Lobs für seine neuen Gerichte. Der Einrichtungsleiter von Haus St. Elisabeth, Severin Kuhn, ist begeistert von der Kreativität seines Küchenchefs und resümiert auch im Namen der Bewohnerinnen und Bewohner: „Nicht selten brannte spät abends noch das Licht in der Küche… am nächsten Tag warteten schon alle gespannt auf die neuen Kreationen! Egal ob Sonntagsbraten als Pastete oder Gurkensalat als Schaum, nahezu nichts ist unmöglich.“

Überzeugen Sie sich selbst! Der Mittagstisch für den kleinen Geldbeutel in unserer Cafeteria steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Sie sind herzlich eingeladen.